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Rangierbahnhof Seddin - die
"Drehscheibe im internationalen Güterverkehr der DDR"
Entsprechend
vorrangig wurde auch die Modernisierung dieses Bahnhofs vorangetrieben und die
zu damaliger Zeit modernste Sicherungs- und Fernmeldetechnik der Deutschen
Reichsbahn eingesetzt.
Höhepunkt dieser Modernisierung war die Inbetriebnahme des Zentralstellwerkes
mit der verfänglichen Kurzbezeichnung "Sed" im Juli 1980. Zuvor war
bereits in dem neungeschossigen Stellwerksgebäude das Ablaufstellwerk
"Ro" der Bauform GS II A 68 im Jahr 1975 in Betrieb genommen wurden.
Vom Zentralstellwerk "Sed" der Bauform GS
III Sp 68 wurden die drei Fdl-Bezirke Ost; West und Süd des Bahnhofs Seddin sowie
die Bahnhöfe Beelitz-Heilstätten (seit 1981), Michendorf (seit 1983) und die Abzweigstellen
Beelitz/Lienewitz (Bla), Beelitz Stadt (Bea), Ferch-Lienewitz (Lia) und Seddin
Ost (So) ferngesteuert. Über die Anzahl der gesteuerten Weichen, Signale und
Fahrstraßen gibt es unterschiedliche Angaben. Mit den etwa 290 Weichen/Gleissperren, knapp
270 Haupt- und Rangiersignalen und ca. 900
einzustellenden Fahrstraßen war (und ist) das Stellwerk das größte seiner Art
im Osten Deutschlands. Auch die Meldetafel hat mit 273 x 48 = 13104 Feldern bei
11 Metern Länge und 2 Metern Höhe eine
bis heute unerreichte Größe.
Neben dem Zentralstellwerk steuern noch weitere Stellwerke den Bahnhof
Seddin, das Rangier- und Ablaufstellwerk "Srw" (GS III Sp
68 mit Ablaufteil, in Betrieb genommen 1978) sowie das Ablaufstellwerk
"Rs" (ehemals B5, elektromechanische Bauform S&H 1912).
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