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Hagenwerder - Befehlsstellwerk B2
Kilometer: 217,8 Der Bahnhof Hagenwerder, ehemals Nikrisch kann auf eine recht bewegte Geschichte zurückblicken. 1875 als Abzweigbahnhof der Strecken Görlitz - Seidenberg (Zawidow) und Görlitz - Zittau eröffnet wurde er in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts zum Anschlussbahnhof der mit 1200 V- elektrifizierten Kohlenbahn Tagebau Berzdorf - Heizkraftwerk "Völkerfreundschaft" Hagenwerder. Dieses Kraftwerk wurde mit Bunkerzügen aus dem Tagebau Berzdorf versorgt, es verkehrten aber auch Kohlezüge aus dem Raum Knappenrode. Dementsprechend wurden auch die Signalanlagen des Bahnhofs angepasst. Ursprünglich besaß der Bahnhof zwei Wärterstellwerke am Nord- und Südkopf des Bahnhofs und eine Befehlsstelle im Empfangsgebäude. Diese wurde zum südlichen Stellwerk W2 verlegt, heute immer noch erkennbar an der verblichenen Aufschrift W2. Die auf beiden Stellwerken vorhandene mechanische Sicherungstechnik der Bauart Jüdel 11000 (Jüdel neu) wurde mit elektrischen Komponenten der Bauform WSSB GS II und den dazugehörigen Bedienpulten ausgestattet. Mit dem Ende 1997 eingestellten Betrieb des Heizkraftwerks verlor der Bahnhof endgültig seine Bedeutung und die Notwendigkeit der zahlreichen Gleise. 2002 wurden deshalb ein Großteil der Gleisanlagen zurückgebaut, es verblieben nur zwei Hauptgleise und ein Abstellgleis. Gleichzeitig verlor das Wärterstellwerk W1 fast alle seine Aufgaben, absehbare Folge war die Stilllegung und der anschließende Abriss des Stellwerksgebäudes W1 im März 2004. Damit hat das Befehlsstellwerk B2 nun die Aufgabe eines Zentralstellwerks. Alle Fotos dieser Seite: Thomas Randig Letzte Aktualisierung: 31. März 2004 |