Fernsteuerzentrale Rostock
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Die Fernsteuerzentrale war im dritten Stock des
Stellwerksgebäudes B1 Rostock untergebracht, |
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Am 26. September 1969 wurde die
Fernsteuerung der 81,5 km langen (damals) eingleisigen Strecke zwischen Rostock und Waren
(Müritz) in Betrieb genommen. Es bestand die Möglichkeit 14 bereits früher
mit Gleisbildstellwerkstechnik der Bauform GS II DR ausgerüstete Stellwerke
fernzusteuern. Für die Fernsteuerung dieser Bahnhöfe wurde im Stellwerk des
Rostocker Hauptbahnhofs ein extra Bedienraum eingerichtet. Von zwei
Fdl-Bedienplätzen konnten die Stellwerke über ein Universal-Bedienpult
angesteuert werden. Zur Anzeige der jeweiligen Betriebslage diente ein senkrecht
aufgestelltes Leuchtbild, an dem auch einige zusätzliche Bedienhandlungen
möglich waren. Später erfolgte noch die Einbeziehung des Streckenabschnitts Waren - Neustrelitz mit den ferngesteuerten
Bahnhöfen Kargow, Klockow, Kratzeburg und Adamsdorf. Ortsbedient blieben die
Bahnhöfe Waren und Neustrelitz. Die damit über 100 km lange Fernsteuerstrecke
war zu damaliger Zeit durchaus auch im internationalen Vergleich beachtenswert.
Zur Anwendung kam die elektronische Fernwirkeinrichtung <ursatrans PCS
111> des damaligen VEB Steremat Berlin. Die Fernsteuer-Meldungen werden in
Zeitteilung übertragen. Von der Zentrale werden die Stationen zyklisch durch
Senden von Adressen abgefragt; sie antworten entweder mit den Meldetelegrammen,
wenn sich der Zustand mindestens einer Meldung geändert hat, oder mit einem
Antworttelegramm. Die PCS 111kann insgesamt 4096 Befehle übertragen, in der
Fernsteuerzentrale Rostock wurden 1745 Befehle zur Steuerung der 108 Weichen und
107 Signale benötigt.
In den achtziger Jahren wurde die
Fernsteueranlage mit dem zweigleisigen Ausbau und der Elektrifizierung der
Strecke Rostock - Waren außer Betrieb genommen.
Leider ist nicht bekannt, was aus den Anlagen in Rostock wurde, der Webmaster
freut sich über weitergehende Informationen sowie betriebliche
Unterlagen und Fotos zum Thema. In diesem Zusammenhang bedanke ich mich bei
Herrn W. Ende, der schon einige Details hinzufügen konnte.
Letzte Aktualisierung: 12. Februar 2004